Geschichte, Zahlen und Fakten

Im August zog die Forstfachschule von Waidhofen an der Ybbs nach Traunkirchen - somit änderte sich auch der Wortlaut "Forstfachschule Traunkirchen". Anfang September konnten nach einer 15-monatigen Bauzeit die Pforten für das Schuljahr 2018/19 geöffnet werden. Die Schule ist gemeinsam mit der Forstlichen Ausbildungsstätte des BFW, dem Einforstungsverband Österreich und einem Forschungscluster im "Waldcampus Österreich" vormals FBZ Traunkirchen untergebracht.

Die Forstfachschule in Waidhofen/Ybbs

Ausgangspunkt für die Etablierung der Forstwarteausbildung in der Stadt Waidhofen war die Notwendigkeit, in den Jahren nach Ende des 2. Weltkrieges auf das Überangebot an Bewerbern für den Forstberuf zu reagieren und eine solide Fachausbildung für Förster zu gewährleisten. Somit wurde ab September 1948 zusätzlich zu den bestehenden Försterschulen Bruck/Mur und Ort bei Gmunden der Betrieb einer weiteren Försterschule in Waidhofen an der Ybbs aufgenommen und diese bis zum Schuljahr 1974/75 geführt.

Im Jahre 1971 erfolgte der Beschluss, eine einjährige berufsbildende forstliche Fachschule ähnlich der schweizerischen Försterschule auch in Österreich zu etablieren. Noch im selben Jahr erfuhr dieser Qualifikationsgang seine gesetzliche Verankerung. Der erste Forstwartejahrgang konnte im Schuljahr 1974/75 mit insgesamt neun Schülern in Waidhofen parallel zur Försterschule durchgeführt werden. 

Im Jahre 2002 wurde das Schloss an die Stadt Waidhofen verkauft, um es kulturellen und touristischen Zwecken zuzuführen. Die Schule wurde bis zum Umzug in das Kolpingsheim in der Negelegasse einquartiert. Diese Übergangslösung dauerte knapp 16 Jahre.

 

Einige Eckdaten die das Gebäude näher beschreiben:

  • Gesamte Areal umfasst rund 3ha
  • rund 15.000 m² Nutzfläche
  • rund 130 Betten
  • ca. 400 Räume
  • 110 Plätze im Speisesaal
  • 38 Millionen Baukosten
  • Konstruktiver Holzbau in dem 2700m³ heimisches Fichtenholz verbaut wurden
  • 15 Monaten Bauzeit
  • Solarpaneel
  • Photovoltaik
  • Biomasseheizwerk

Neuer Standort in Traunkirchen - Vorgeschichte

Das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude wurde 1866 vom Erzherzog Karl Salvator (1839 – 1892) und seiner Gattin Maria Immaculata (1844 – 1899) als Sommersitz errichtet. Die Familie Toskana zählte zu den nächsten Angehörigen des Kaiserhauses. Zu dieser Zeit war das Interesse vieler wohlhabender Bürger groß „Weitab vom Lärm der Welt, in ländlicher Stille und Abgeschiedenheit, nur umgeben von den Einöden“ den Sommer zu verbringen.

Um die Villa Buchberg, errichtet aus dem rötlichen Traunsee-Marmor, wurde ein großer Park mit ausländischen Edelhölzern angelegt.

Nachdem der Erzherzog Karl Salvator und dessen Frau verhältnismäßig jung verstarben, wurde die Villa von deren Sohn verkauft.

Der Besitz ging im Jahre 1921 an das Land Oberösterreich über und wurde zu einem Krankenhaus für an Tuberkulose erkrankten Patienten. Bald war die 1922 eröffnete „Sonderheilanstalt für Lungenkranke“ zu klein und es wurde zugebaut.

Als 1950 die Zahl der Patienten fortlaufend abnahm, weil es gelungen war die Tuberkulose einzudämmen, wurde das Krankenhaus in eine „Sonderkrankenanstalt für unspezifische Erkrankungen der Atemwege, sowie für bestimmte Krankheiten, die eine längere stationäre Behandlung erfordern“ umbenannt.

Am 6. April 2009 wurden schließlich alle Patienten und Pfleger vom Buchberg ins Landeskrankenhaus Gmunden überstellt und das LKH Buchberg geschlossen. Bevor der Umbau zum BFZ stattgefunden hat, diente der Bau auch noch als Ausweichquartier für die landwirtschaftlichen Fachschulen Altmünster und Weyregg während der Umbauarbeiten an den jeweiligen Schulen.

 

 

Veröffentlicht am 07.12.2018