Berufsaufgaben

Die beruflichen Aufgaben des/der Forstwartes/in gliedern sich – entsprechend der Bestellungspflicht nach dem Forstgesetz – hauptsächlich in zwei Bereiche:

 

Der Forstwart - die Forstwartin

  • führt eigenständig Forstbetriebe, forstliche Zusammenschlüsse (z.B. Waldwirtschaftsgemeinschaften) oder den eigenen Wald bis 1000 ha Größe in forstlichen und jagdlichen Belangen oder
  • ist in Forstbetrieben über 1000 ha Größe als zugeteiltes Forstorgan tätig.

In dieser Position werden Forstwarte und Forstwartinnen im forstlichen und jagdlichen Betriebsdienst eingesetzt, um Zielvorgaben des leitenden Forstorgans (Förstern/Försterin / Forstwirt/Forstwirtin) bzw. des/der Eigentümer/s/in umzusetzen.

Außer diesen zwei Kernbereichen übernimmt der Forstwart bzw. die Forstwartin auch Aufgaben in den folgenden Sektoren:

Der Forstwart - die Forstwartin

  • arbeitet in Dienstleistungsbetrieben als Koordinator oder Einsatzleiter;
  • berät im öffentlichen Bereich die Waldeigentümer, ist als Amtsorgan tätig und wird in der Wald-, Jagd- und Naturpädagogik eingesetzt;
  • hat als Berufsjägeranwärter eine fundd
  • ierte forstliche und wirtschaftliche Ausbildung, die eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten eröffnet;
  • ist befähigt, als facheinschlägiger Unternehmer zu agieren, als kompetenter Verhandlungspartner und Auftragnehmer aufzutreten und damit die Arbeiten im Wald professionell durchzuführen.
  • Als Praktiker erkennt, versteht und erledigt der Forstwart bzw. die Forstwartin sämtliche im Forstrevier anfallenden Arbeiten selbständig und eigenverantwortlich.

Der Forstwart bzw. die Forstwartin kann alle Arbeiten in den Bereichen Aufforstung, Waldpflege, Holzernte, Vermarktung, Forstschutz, Jagd, Fischerei, Landwirtschaft und Betriebsorganisation vorzeigen und kontrollieren. Dabei unterweist er/sie die ihm/ihr unterstellten MitarbeiterInnen fachkundig oder beaufsichtigt die eingesetzten Unternehmer.

Als Voraussetzungen für die Ausübung des Berufes Forstwart bzw. Forstwartin sind neben der körperlichen und konditionellen Eignung, vor allem die Wertschätzung für Wald und Jagd, sowie die Bereitschaft diesen Beruf in der Natur auszuüben mitzubringen.

Veröffentlicht am 14.12.2018